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als Word. doc (5 Seiten) EXPOSÉ XDASXVIERTEXGEBOTX von Peter Patzak & Michael Nöhrig GENRE: Drama / Tragikomödie FORMAT: TV-Movie oder
Kino / 90 min. SCHAUPLATZ: Wien oder beliebige Großstadt EPOCHE: Gegenwart ©
Filmhaus Peter Patzak, A-3400
Klosterneuburg / Kontakt: mail@noehrig.at
PROJEKTBESCHREIBUNG: Entwicklungs-
und Familiendrama im zeitgenössischen (Wiener) Milieu. Persönliche,
psychologische und soziale Entwicklung, Scheitern, Absturz, aber auch
charakterliche Reifung und Befreiung zweier junger Frauen aus zwei Wiener
Familien mit ganz unterschiedlichem sozialem Hintergrund. Ihre Lebenswege
überschneiden sich in parallelen Erzählsträngen immer wieder und beeinflussen
einander schicksalhaft. Beide
verschiedenen Heldinnen durchleben die entscheidende Entwicklung und Emanzipation
aus den diktierten familiären Zwängen, jede am Ende auf ihre eigene Weise
gereift, befreit und geläutert. Konflikte,
Motive und Charaktere sind an Ludwig Anzengrubers gleichnamiges Drama angelehnt und an das
Wien der Gegenwart adaptiert. Die Handlung kann optional in jede beliebige
andere westliche Großstadt verlegt werden. DIE HAUPTFIGUREN: SANDRA SCHELLANDER Anfang 20, ein
hübsches, lebensfrohes Mädel, offenherzig und vielleicht etwas zu leichtfertig,
aber willensstark. Als sie sich für ihren Lebensweg entschieden hat, wird sie
ihn auch konsequent und tapfer einschlagen und verfolgen. IHRE FAMILIE: VATER SCHELLANDER ein
Choleriker, herrisch, ruiniert durch seinen Alkoholismus seinen kleinen
Gewerbebetrieb ebenso wie seine Familie. MUTTER SCHELLANDER eine
laszive Person. Manipuliert und benützt ihre eigene Tochter aus Egoismus und
materieller Berechnung ohne moralische Skrupel. Das “Vierte Gebot“: Kinder
haben ihren Eltern Gehorsam zu leisten. MARTIN SCHELLANDER, SANDRAS
BRUDER ein Hallodri,
lässt sich ziellos treiben, aufbrausend wie sein Vater, aber nicht
unsympathisch. Die innige Zuneigung zu seiner Schwester führt ihn zuletzt
zwangsläufig in die Rolle des tragischen Antihelden. FABIENNE BULVARI 18,
kunstsinnig, zurückhaltend, romantische Neigungen. Guterzogener Teenager aus
wohlhabendem Elternhaus. Innerlich den strengen moralischen Traditionen und
familiären Autoritätsstrukturen unterworfen. Gewinnt ihre persönliche Reife,
als sie sich aus diesen Zwängen freikämpft. IHRE FAMILIE: VATER BULVARI wohlhabender,
etablierter Unternehmer im Wiener (optional) Pratermilieu, westlich moderner
Geschäftsmann, mit osmanischem Hintergrund. Seiner Familie gegenüber der
bedingungslos autoritäre Patriarch. MUTTER BULVARI attraktive,
feinsinnige Frau, tritt nach außen hin modern und modisch auf, im familiären
Bereich ihrem Mann aber widerspruchslos ergeben. Aber auch ihr könnte
gelingen, sich aus den Konventionen zu befreien. DIE WICHTIGSTEN
NEBENFIGUREN: DR. STOLZENTHALER Anfang 30, Bankmanager.
Der erfolgreiche, attraktive, zugleich aber zynische und gefühllose
Gewinnertyp. Sandras aufrichtige Liebe lässt ihn völlig kalt, er serviert sie
einfach ab und geht aus Berechnung die Ehe mit Fabienne ein, obwohl er weiß
dass die ihn nicht liebt. Weil er der Schuldige ist, der beide Frauen
unglücklich macht, wird er am Ende auch der gerechten Strafe nicht entgehen.
Zugleich ist er der Auslöser dafür, dass die beiden Heldinnen, jede für sich,
ihre neuen Lebenswege suchen um zu ihrer Befreiung zu finden. ROBERT FREY Mitte 20,
Fabiennes Musiklehrer. Der Mann, den die jugendliche Fabienne aufrichtig
liebt. Sympathieträger, bleibt aber aus eigener Schuld zuletzt der Verlierer.
Weil er in der entscheidenden Situation zögert und zuwenig Mut und Entschlusskraft
aufbringt, als er Fabienne vor der unglücklichen Ehe mit Stolzenthaler
bewahren könnte. Als es Fabienne zuletzt aus eigener Kraft gelingt, den
Ausweg aus ihrem Schicksal zu finden, lässt sie auch ihn zurück: er hat seine
Chance nicht genützt und auf ihre Liebe kein Anrecht mehr. KONFLIKTSITUATION UND
AUFLÖSUNG: Zwei
Familien aus ganz unterschiedlichem kulturellem und sozialem Niveau sehen
sich in ihrer materiellen Existenz bedroht. Und in beiden Fällen werden die
Töchter als Faustpfand missbraucht, um die Gläubiger ruhig zu stellen: Sandra
Schellander von ihrer Mutter, die ihre Tochter dazu
manipuliert, sich zu verkaufen. Fabienne Bulvari
von ihrem Vater, der sie in eine Zweckehe mit einem ungeliebten Mann drängt,
um sein Unternehmen zu retten. Beide
Töchter sehen sich herausgefordert, sich aus dem elterlichen Zwang zu emanzipieren,
sich nicht mehr Entscheidungen von anderen diktieren zu lassen, und jeweils
auf selbstgewählten Wegen zur Mündigkeit zu finden. Während
aber den Eltern Schellander jede Einsicht fehlt,
dass sie die allein Schuldigen am Schicksal ihrer Tochter sind, anerkennt
Familie Bulvari ihre Schuld, die sie ihrer Tochter
angetan haben, gefolgt von Reue und Umkehr.
INHALTS-ENTWICKLUNG: ÜBERSICHT SANDRA,
aus einfachen Verhältnissen stammend, verliebt sich in den Bankmanager
STOLZENTHALER, für ihn ist es bloß eine sexuelle Affäre. Sandras
MUTTER, eine laszive Person, erkennt sogleich die Vorteile, die sich aus der
Beziehung ihrer Tochter mit dem einflussreichen Bankmanager ziehen lassen,
wenn sie es geschickt genug einfädelt. Der Familienbetrieb steht vor dem
Ruin, ein Verehrer aus der Bankbranche kommt gerade recht. Sandras
Bruder MARTIN veranstaltet mit seiner Gang halsbrecherische Autorennen nach
James-Dean-Manier, ein instabiler Charakter ganz wie sein Vater. Was soll
schon aus den Kindern groß werden, bei solchen Eltern. FABIENNE,
Mädchen aus gehobenen Verhältnissen, und ihr Musiklehrer ROBERT FREY hegen
zärtliche Gefühle füreinander. Ihr strenger VATER BULVARI darf davon nichts
erfahren. Vater Bulvari hat hohe Kreditverbindlichkeiten bei Stolzenthalers Bank, seine Familie weiß nichts davon. Als
Stolzenthaler ein begehrliches Auge auf seine
Tochter Fabienne wirft, sieht er eine Chance sein Unternehmen zu sanieren,
indem er eine Eheschließung zwischen den beiden ins Auge fasst. Den
berechnenden Frauenheld Stolzenthaler reizt
Fabiennes Unschuld, und weil die dem Willen ihres Vaters unterworfen ist,
lässt sie es über sich ergehen, als Stolzenthaler
sie gewaltsam gefügig macht und dabei schwängert. Fabienne
bedrängt Robert Frey, den Mann mit dem sie wahre Liebe verbindet: mit ihr zu
fliehen und sie vor der drohenden Zwangsehe mit Stolzenthaler
zu bewahren, aber der erkennt den Ernst ihrer Lage nicht. Fabienne bleibt in
ihrer Not auf sich allein gestellt. Sandra,
aus Verzweiflung darüber dass ihr Stolzenthaler den
Laufpass gegeben hat, beginnt ins Rotlicht-Milieu abzugleiten und sich dort
heimisch zu fühlen. Ihr Bruder Martin hasst Stolzenthaler
deshalb zu Recht. Ein
Jahr später: Weil Fabienne von Stolzenthaler geschwängert wurde, musste sie ihn
heiraten, um den rigiden familiären Moraltraditionen zu genügen. Es ist eine
unglückliche Ehe, sie wird von ihrem Ehemann gedemütigt und wie ein Besitztum
behandelt. Durch
die Ehe seiner Tochter mit dem Bankmanager ist es Vater Bulvari
gelungen, sein Unternehmen zu retten. Doch muss er erkennen, wie teuer er das
erkauft hat: weil er das Unglück seiner eigenen Tochter auf dem Gewissen hat.
Mit der Einsicht seiner Schuld wird er leben müssen, das ist seine Sühne.
Zugleich aber im positiven Sinn für ihn lehrreich und läuternd. Fabienne
schafft es von sich aus, den entscheidenden Schritt zu tun: sich aus dem
unerträglichen Zwang und lähmenden Umklammerung ihrer Ehe und Familie zu
lösen und sie zu verlassen. Um ein eigenständiges Leben zu führen und zu
ihrer inneren und äußeren Befreiung zu finden. Sie hat eine Zukunft. Familie
Schellander ist tief gesunken: der Betrieb zugrunde
gerichtet, das Familienleben zerrüttet, Sohn Martin orientierungslos und
ohne jegliche Zukunftsperspektiven, Tochter Sandra pfeift auf
Moralvorstellungen. Anders als den Bulvaris fehlt
den Eltern Schellander aber die Einsicht, die
Schuld am Scheitern ihrer Kinder bei sich selbst zu suchen: weil sie die Einhaltung
des “Vierten Gebotes“ (dem Willen der Eltern Gehorsam zu leisten)
unreflektiert eingefordert haben, anstatt sie ihre eigenen Wege einschlagen
zu lassen. Aber
Sandra ist nicht gescheitert: auch sie hat sich aus dem unheilvollen Einfluss
ihrer Eltern befreit und sich für ihren Lebensweg entschieden. In ihrer selbstbestimmten Rolle außerhalb konventioneller
Moralbegriffe hat sie ihren Platz gefunden und wird ein zufriedener und
freier Mensch werden. Martin
ist im Gegensatz zu seiner Schwester charakterlich nicht imstande, den selben
Befreiungsschritt wie die Frauen zu tun, aber am Ende seines jungen
verpfuschten Lebens wird ihm durch schicksalhafte Fügung die Rolle der
strafenden unabwendbaren Gerechtigkeit zuteil: in einem dramatischen Auto-Crash mit “dem
Bösen“ Stolzenthaler, dem zynischen Mitschuldigen
am Unglück der beiden Heldinnen. ENDE. |