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                                                                          EXPOSÉ:

 

                                       "  FALSCHER ZEITPUNKT"

  

 

                                                        GENRE:  Drama/Beziehung

                                                     FORMAT:  TV-Movie 90 min.

                                            SCHAUPLATZ:  Stadtrandsiedlung

                                                      EPOCHE:  Gegenwart

 

                                                        AUTOR:  Michael Nöhrig

                                                                          Breitenfurterstraße 21

                                                                          A-1120 Wien

                                                                          eMail: mail@noehrig.at

                                                                         Tel. +43 664 23 77 467

 

 

  

KURZINHALT:

 

THEO und ANDREA, Mitte 30, führen seit vielen Jahren eine gute Ehe. Anders als Theos älterer Bruder IMMO mit seiner jungen Frau MIRA, die sich einander entfremdet haben. Als Theo mit seiner Schwägerin eine Affäre beginnt und sie schwanger wird, gerät das Eheleben in beiden Familien unabwendbar zum Albtraum, eheliche Handgreiflichkeiten, Bruderhass, ein Selbstmordversuch sind die Folgen.

Nichts im Leben der vier Menschen wird je wieder so sein wie früher. Aber ist denn tat­sächlich alles so geschehen, wie sie es zu erleben glauben – ist es Realität oder Fiktion? Was wäre gewesen, wenn Mira sich von Theo zu einer Abtreibung hätte überreden lassen? Was, wenn die beiden sich erst gar nicht auf ihre Affäre eingelassen hätten? War womöglich alles nur Fantasie? Das bleibt zu enträtseln.

 

 

 

PERSONEN:

 

THEO GOLDT, 35, verantwortlicher Bauleiter bei einer Hochbaufirma

ANDREA GOLDT, 35, seine Frau, arbeitet halbtags als Büroangestellte

SANDRA, 10, ihre Tochter

IMMO GOLDT, 40, Theos älterer Bruder, selbständiger Anlagentechniker

MIRA GOLDT, 30, Immos junge Frau, Schwägerin von Theo und Andrea

 

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HANDLUNG, SZENENABFOLGE: 

 

 

DIE NACHT AUF DEM PARKPLATZ, GEGENWART. THEO wird in seinem Auto nachts auf einem Parkplatz von einer Polizeistreife angehalten. Er blutet im Gesicht, ist aufgewühlt, es muss etwas Gravierendes passiert sein. In den wenigen Minuten, die während der Verkehrskontrolle vergehen, erinnert er sich an die Ereignisse, die ein paar Monate vorher ihren Anfang nahmen und ihn bis zu der gegenwärtigen Situation geführt haben:

 

EIN PAAR MONATE VORHER, BEIM GRILLEN IM GARTEN. Theo und ANDREA, seit vielen Jahren glücklich verheiratet, sind mit ihrer Tochter SANDRA zum Grillen im Garten bei seinem älteren Bruder IMMO und dessen junger Frau MIRA zu Besuch. Mira wirkt un­glücklich, sie erzählt ihrer Schwägerin Andrea von ihrer Entfremdung zu Immo und ihrem unerfüllten Kinder­wunsch.

 

Mira wird neidvolle Zeugin der herzlichen Umgangsweise zwischen Theo und Andrea, eine familiäre Vertrautheit die sie in ihrer eigenen jungen Ehe schmerzlich vermisst.

 

Vom Besuch nach hause zurückgekehrt: Theo und Andrea im Badezimmer bei der gemeinsamen Abendtoilette, vertrautes und unbefangenes Familienleben. Erotische Attraktion zwischen den beiden Ehepartnern ist  nach wie vor präsent,  auch nach Jahren gemeinsamen Zusammenlebens.

 

Familiärer Alltag und Erledigungen, die Familie trifft sich nach Einkäufen in einem Straßencafe: Sandra kriegt eine Zahnspange, Theo wird von Andrea getadelt weil er viel Geld ausgegeben hat, nur um seiner Tochter bedenkenlos einen kindlichen Wunsch zu erfüllen. Eine intakte, miteinander vertraute Familie.

 

Immo ist beruflich unterwegs, Mira hat ihren Hausschlüssel vergessen, und Theo bringt ihr einen Ersatzschlüssel vorbei. Bei dieser Gelegenheit bringt er auch gleich ihren ver­stopften Abfluss im Badezimmer in Ordnung ...

 

DIE SZENE IM BADEZIMMER ... und hier kommen er und Mira einander nahe, spontan und von beiden keineswegs von vornherein gewollt, es passiert halt:  sie werden mitein­ander intim. Sie sind sich völlig im klaren darüber, dass es falsch ist was sie tun, dennoch können sie sich nicht dagegen wehren.

 

Daraufhin  entwickelt sich nun aber eine leidenschaftliche Affäre zwischen Schwager und Schwägerin, Theo beginnt darüberhin sogar seine Familie zu vernachlässigen. Für Theo wie für Mira beginnt eine schlimme Zeit der Verheimlichungen und Ausflüchte gegenüber ihren Ehepartnern. 

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Der nächste Familienbesuch bei Immo und Mira wird für Theo zu einer äußerst ambiva­lenten Angelegenheit, immerhin steht er seinem Bruder ebenfalls sehr nahe. Mira wiederum pflegt ein sehr herzliches Verhältnis zu ihrer Schwägerin Andrea und erfährt von dieser unmissverständlich, dass sie wohl zum Äußersten imstande wäre, sollte sie jemals dahinterkommen dass ihr Mann Theo sie betrügt.

 

Mira wird schwanger: als sie Theo am Handy davon berichten will erfährt es unbesichtigt Sandra und teilt es ihrer Mutter mit. Andrea gratuliert Mira am Telefon, da sie ja von deren sehnlichem Kinderwunsch weiß. Und sie erzählt Theo von der freudigen Nachricht: dass er nun endlich Onkel wird. Theo hat Mühe sich nicht anmerken zu lassen, wie überrumpelt er von dieser Neuigkeit ist.

 

AUF DEM PARKPLATZ. Theo und Mira treffen einander zu einer Aussprache auf einem Parkplatz, Mira stellt ihm die Tatsache dar, dass er allein als Vater in Frage kommt. Also gibt es nur den Ausweg einer Abtreibung, aber Mira sträubt sich dagegen: sie wünscht sich das Baby doch so sehr. Theo rät ihr daraufhin zu, dann müsse sie halt ehebaldigst mit ihrem Mann Immo intim werden: als Alibi, um Theos fremde Vaterschaft zu verschleiern und sie Immo “unterzuschieben“. Mira gerät darüber außer sich, sie kann kaum fassen wie verletzend und demütigend Theos Vorschlag für sie sein muss. Sie reißt sich von Theo los und läuft davon ...

 

Als Immo wider Erwarten von sich aus mit Mira intim werden möchte, weist sie ihn zurück. Verständlich, weil ja ebendas Theos empörendem Ansinnen entsprochen hätte, aus Kalkül mit ihrem Mann zu schlafen, welches sie so aufgebracht und wütend von sich gewiesen hat. Aber damit ist nun auch die Chance vertan, die Vaterschaft für Miras ungeborenes Baby noch rechtzeitig ihrem Ehemann  “anzuhängen“.

 

DER ABEND IM RESTAURANT. Ein bereits länger geplanter gemeinsamer Restaurant­besuch aller vier lässt sich nicht mehr absagen, obwohl Theo naturgemäß großes Unbehagen vor einem Treffen verspürt. Mira bittet ihre Schwägerin Andrea inständig, in Immos Gegenwart noch nicht über ihre Schwangerschaft zu sprechen. Theo erwähnt natürlich ebenfalls kein Wort darüber. Immo ist der einzige am Tisch, der noch nicht weiß dass seine Frau schwanger ist.

 

Das Essen verläuft dennoch entspannt. Auf der Toilette muss Mira zuletzt aber, da sie von Blutungen heimgesucht wird, Andrea doch den Grund eingestehen, warum Immo nichts von ihrer Schwangerschaft wissen darf: weil das Kind nicht von ihm ist. Den Namen des tatsächlichen Vaters nennt sie freilich nicht. Andrea erkennt die Ausweglosigkeit von Miras Lage.

 

HEIMFAHRT VOM RESTAURANT. Im Auto wird Andrea schließlich der schockierende Zusammenhang klar: dass ihr eigener Mann Theo der Vater von Miras Baby ist! Sie wirft ihn augenblicklich aus dem Auto und fährt allein heim. 

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Rasend vor Wut schmeißt Andrea Theos Sachen aus der ehelichen Wohnung und lässt ihn nicht mehr rein, er muss sich anderswo eine provisorische Unterkunft suchen.

 

Am nächsten Tag versucht Theo eine Aussprache, aber Andrea macht ihm deutlich, dass es für ihn keinen Weg mehr zurück gibt. Er hat in ihrer gemeinsamen Wohnung nichts mehr zu suchen.

 

Andrea lässt durch einen Räumungsdienst seine sämtlichen Sachen aus der Wohnung schaffen, Theo bleibt nichts anderes übrig als provisorisch in ein Baustellenquartier seiner Firma zu ziehen.

 

Andrea versucht Theo den Umgang mit seiner Tochter Sandra zu verwehren. Theo versucht ihn aufrecht zu halten, er will Sandra besuchen, aber Andrea verweist ihn brüsk aus der Wohnung. Sandra wird Zeuge des Streits zwischen den Eltern und gibt Theo die Schuld daran.

 

Schlimmer kann es für Theo kaum gehen: erst seine Frau, und nun will ihn seine Tochter auch nimmer sehen. Er setzt sich ins Auto und fährt durch die Nacht  ...

 

DIE NACHT AUF DEM PARKPLATZ, GEGENWART ... Theo, wie er von der Polizeistreife auf dem nächtlichen Parkplatz angehalten wurde. Es ist dieselbe Szene wie am Anfang der Geschichte: so ist er also hier gelandet.

 

MIRA UND IMMO, FRÜHER. Mira bleibt kein anderer Ausweg als Immo ihre Schwanger­schaft schließlich einzugestehen. Wer der Vater ist, verrät sie nicht. Und jetzt erst, als Immo erkennt dass sich seine Frau die Zuwendung, die sie von ihm schon so lang nicht mehr bekam, von einem Fremden holen musste: da beginnt er endlich sich zu besinnen und wird sich darüber klar, wie viel ihm seine Frau bedeutet. Beide zutiefst verzweifelt, kommt es nach so langer Zeit nun erstmals wieder zu aufrichtiger Zärtlichkeit zwischen ihnen.

 

PAAR WOCHEN SPÄTER. Theo trifft Mira und Immo zufällig beim Einkaufen, sie setzen sich zusammen. Seit dem Abend im Restaurant und der darauf folgenden Trennung Theos von Andrea gab es keinen Kontakt mehr zwischen den beiden Familien. Immo erzählt seinem Bruder, dass er und Mira Eltern würden, Theo gratuliert. Er erkennt, dass sich die beiden offenbar mit der Situation arrangiert haben: gemeinsam ein Kind zu haben dessen wahren Vater Mira nie nennen wird.

 

Mira erleidet eine Fehlgeburt. Immo steht ihr bei. Bei aller Tragik entsteht damit für beide eine neue Chance: auf einen neuen Anfang für ihre Ehe, Tabula rasa, und eines Tages vielleicht ein gemeinsames Kind, dessen leiblicher Vater dann wirklich Immo  wäre.

 

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Theo und Andrea lassen sich scheiden. Zwischen ihnen herrscht nur mehr blanke Ver­bitterung. Weiterhin verwehrt sie ihm den Umgang mit seiner Tochter.

Als Theo eines Tages zum wiederholten Male Sandra bei einem vereinbarten Besuchstag nicht zuhause antrifft, kommt es zwischen ihm und Andrea zu immer heftigerem Disput und schließlich sogar zu bösen Handgreiflichkeiten. Die zuletzt ausufern um in einem verbitterten wie aggressiven Geschlechtsakt zu eskalieren.

 

Andrea und Sandra treffen zufällig auf Immo, der beruflich unterwegs ist. Er drückt sein Bedauern über ihre Trennung aus, Theo habe ihm darüber erzählt. Andrea wundert sich darüber, dass er mit seinem Bruder überhaupt noch rede, nach allem was passiert sei. Andrea weiß ja nicht, dass Mira ihm nie erzählt hat, von wem sie überhaupt schwanger war. Immo erfährt es erst jetzt von Andrea: dass es sein eigener Bruder war, der Mira geschwängert hat.

 

Immo rastet daraufhin aus, er rast mit dem Auto zu Theos Firmenbaustelle und prügelt seinen Bruder vor den Augen der versammelten Bauarbeiter halbtot. Daher also stammt das Blut in Theos Gesicht, als er auf dem Parkplatz von der Polizei angehalten wird.

 

Theo ruft Mira an, warum um alles in der Welt Immo denn davon habe erfahren müssen. Jetzt habe er seinen Bruder auch noch verloren, den einzigen Menschen der ihm noch geblieben sei. Aber Mira, ebenso erschüttert darüber, dass Immo nun die Wahrheit kennt, versichert Theo: von ihr habe es Immo nicht erfahren. Also könne er es nur von Andrea wissen.

 

Immo kommt rasend vor Zorn nach hause und schlägt Mira ins Gesicht.

 

Theo betrinkt sich. Er verschafft sich Zutritt zur Wohnung und stellt Andrea zur Rede, warum sie nun alles kaputt gemacht habe, auch die Familie seines Bruders. Er bedrängt sie und versucht jenen gewaltsamen und bösen Liebesakt zu wiederholen, aber Andrea wehrt sich diesmal ernsthaft. Sie stürzt unglücklich und schlägt sich am Kopf bewusstlos, vielleicht ist sie gar tot? - Wer weiß. Theo flüchtet aus der Wohnung.

 

Theo fährt betrunken und ziellos durch die Nacht: und hier landet er auf dem nächt­lichen Parkplatz, wo er von der Verkehrsstreife angehalten wird. Der Kreis hat sich geschlossen.

 

DIE GESCHICHTE AUS MIRAS SICHT. Zur gleichen Zeit Mira, von Immo geschlagen, auch ihre Ehe nun in Trümmern, allein zuhause im Badezimmer.

 

MIRA IM BADEZIMMER. Mira in der Badewanne, Wein, Kerzen. Ein Abschied? Sie schluckt Tabletten. Ein Selbstmordversuch? Während sie hinüberdämmert, erinnert sie sich, wie es soweit kommen musste:

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AUF DEM PARKPLATZ. Miras Treffen mit Theo, als sie ihm mitteilt dass sie von ihm schwanger ist. An ihren Streit. Wie sie schließlich empört und wütend davonläuft  ...

 

... aber Mira erinnert sich noch an mehr: nämlich daran wie die Szene auf dem Parkplatz damals tatsächlich weitergegangen ist, – oder weitergehen hätte können? – wie es Theo durch gutes Zureden zuletzt doch noch gelingt, sie davon zu überzeugen, dass nur ein Schwangerschaftsabbruch als einziger Ausweg für sie alle in Frage kommt.

 

IM AMBULATORIUM. Theo begleitet Mira zu ihrem Termin ins Ambulatorium für Schwangerschaftsunterbrechung. Bevor sie aufgerufen wird, geht sie zur Toilette.

 

MIRA VOR DEM SPIEGEL. Vor dem Toilettenspiegel befallen sie Zweifel: will sie denn die Abtreibung wirklich? Oder überlegt sie es sich doch noch anders? ...

 

...  Als Mira aufgerufen wird, ist sie verschwunden. Sie ist heimlich aus dem Ambula­torium geflohen. Aber:  als sie aus dem Ambulatorium hastet, läuft sie ohne auf den Verkehr zu achten auf der Straße vor ein Auto und wird angefahren.

 

Im Spital, Mira liegt nach ihrem Unfall ohne Bewusstsein auf der Intensivstation. An ihrem Krankenbett erfährt Immo durch den Arzt, dass seine verunglückte Frau schwan­ger ist, wie auf den Röntgenbildern zu erkennen ist, die wegen ihrer Verletzungen gemacht wurden. Immo ist davon natürlich völlig überrascht, behauptet aber dem Arzt gegenüber, selbstverständlich von Miras Schwangerschaft zu wissen, immerhin wäre sie ja seine Ehefrau.

 

Auch Theo und Andrea sind ins Krankenhaus geeilt, sie stehen Immo bei. Ohne zu ahnen, dass Theo über Miras Schwangerschaft freilich längst vor ihm Bescheid wusste, schüttet Immo nun seinem Bruder gegenüber sein Herz aus:  dass seine Frau schwanger wäre, aber nicht von ihm. Doch weist er Mira keine Schuld zu, er macht sich heftige Selbstvorwürfe, dass seine Frau sich die Liebe und Zuwendung, die ihr von ihm, ihrem eigenen Mann, schon so lange verwehrt wurde, bei einem Fremden habe suchen müssen. Erstmals wird deutlich, wie sehr der abweisende, verschlossenene Immo seine Frau in Wirklichkeit liebt. Theo versucht seinen völlig gebrochenen älteren Bruder aufzurichten, so gut es ihm eben möglich ist. Ob Mira den Unfall überleben wird oder ob sie sterben muss, bleibt offen.

 

Mira im Dämmerzustand in der Intensivstation, sie erinnert sich an die Szene im Ambulatorium, als sie vor dem Spiegel in der Toilette von Zweifeln geplagt wurde, ob ihre Entscheidung für einen Schwangerschaftsabbruch richtig war – was, wenn sie nicht davongelaufen und in der Folge auf der Straße verunglückt wäre, sondern die Abtreibung wie mit Theo vereinbart doch hätte vornehmen lassen? ...

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DER ABEND IM RESTAURANT ... dann freilich wäre Andreas und Miras Gespräch auf der Toilette, als sie die Blutung erlitt, anders verlaufen: Mira erklärt Andrea den Grund, warum Immo nichts von ihrer Schwangerschaft habe erfahren sollen – weil sie eben nimmer schwanger sei, da sie abgetrieben habe ...

 

IM AMBULATORIUM, TOILETTE ... MIRA VOR DEM SPIEGEL. Als sie von Zweifeln geplagt wird, bevor sie aus dem Ambulatorium zu fliehen beschließt und auf der Straße vor das Auto läuft. Doch dieses Mal entscheidet sie sich anders: und lässt die Abtreibung vor­nehmen, zu der sie Theo überredet hat.

 

Andrea ist voller Unverständnis, dass Mira abgetrieben hat, da sie sich doch so sehr ein Baby gewünscht hat. Mira bittet sie, mit niemand darüber zu reden. Keiner wird je von ihrer Schwangerschaft erfahren. Und Andrea würde, wenn es denn wirklich so gewesen ist, auch nie eine Frage nach dem Vater von Miras Baby stellen. Theos und Miras Affäre käme nie ans Licht, alles würde so bleiben, wie es war ...

 

Oder ... war  vielleicht alles überhaupt ganz anders?

 

DIE NACHT AUF DEM PARKPLATZ, zurück zur Ausgangsszene: Theo, betrunken, in der Wohnung hat er Andrea nach der versuchten Vergewaltigung und ihrem unglücklichen Sturz nach dem Handgemenge bewusstlos zurückgelassen, – oder, schlimmer noch: hat er gar ihren Tod verschuldet? – und jetzt zum Schluss noch die Verkehrskontrolle auf dem nächtlichen Parkplatz: die Verkehrspolizisten fordern ihn jetzt auf, auszusteigen. Theo ist tatsächlich am Ende, ein Mann dem nur mehr die Kapitulation bleibt.

 

MIRA IM BADEZIMMER. Und ebenso Mira, von dem maßlos düpierten Immo geschlagen, keine Hoffnung mehr, Tabletten eingenommen, in ihrem Badezimmer. Wird sie sterben? Ist alles zu Ende? Mira erinnert sich, im Dahindämmern:

 

EIN PAAR MONATE VORHER, IM GARTEN. Miras Erinnerung an den Tag im Garten, als Theo und Andrea mit der kleinen Sandra zum Grillen zu Besuch waren. Daran, wie die ganze Geschichte ihren Anfang nahm:

 

Mira, wie sie Theo, Andrea und Sandra beobachtet und mit Wehmut deren familiäre Vertrautheit erkennt, die ihr selber so fehlt. Aber diesmal beschließt Theo, den verstopften Abfluss gleich in Ordnung zu bringen:

 

DIE SZENE IM BAD. Die nämliche Szene wie zu Beginn, als ihr Theo den vergessenen Schlüssel brachte, mit der ihre Affäre ihren Anfang nahm – aber es ist alles andere als ein Déjà-vu, denn:  diesmal, als es zwischen Theo und Mira wieder zu der intimen Szene kommen will, schmiert sie ihm eine Ohrfeige. Was ihm denn einfalle, ob er wohl über­geschnappt sei! Zwischen Schwager und Schwägerin dürfe es so etwas niemals geben!

 

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Beiden ist der Fehltritt recht peinlich, sie schreiben ihn dem Alkohol zu und kommen überein, nie wieder ein Sterbenswörtchen darüber zu verlieren. Die ganze Angelegenheit soll vergessen sein.

 

Wenn es so gewesen wäre? Dann wäre es zu der ganzen darauf folgenden Geschichte mit Schwangerschaft, Abtreibung, Scheidung, Autounfall, Selbstmordversuch überhaupt nie gekommen. Die Geschichte wäre mit der Anfangsszene zu Ende gewesen:

 

DAS GRILLEN IM GARTEN verläuft entspannt, wie zu Beginn der Geschichte. Theo, Andrea und Sandra verabschieden sich in bester Stimmung, als einträchtige Familie.

 

Als Mira und Immo allein zurück geblieben sind, sprechen sie über Sandra, was für ein reizendes Kind sie sei. Und warum sie beide eigentlich nicht auch selbst eine Tochter hätten. Sie scherzen und plänkeln, wie sie es schon lange nicht mehr getan haben, und zuletzt endet alles damit, dass sie miteinander im Bett landen um Miras lang gehegtem Kinderwunsch endlich Genüge zu tun.

 

Eine Geschichte, vier verschiedene Varianten, wie sie hätte verlaufen können. Welche aber ist tatsächlich geschehen, welche nur Wunschphantasie? Spiegeln denn Miras Erinnerungen den wahren Verlauf der Handlung, hat Theo die Geschichte wirklich real erlebt? Was war Realität, was Fiktion? Das schlimme Ende einer Familientragödie oder das Happy End? Das bleibt wohl offen.

 

ENDE .

 

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